Erwähnen möchte ich, dass ich viele Jahre Abonnent bei den Münchner Philharmonikern war, bis auch dort die exzentrischen Werke vor allem auch zeitgenössischer neuer Komponisten überhand nahmen und der Wahnsinn mit der völlig überzogenen Planung zur Renovierung des Gasteig begannen. Ein neues Parkett auf der Bühne des großen Konzertsaals hätte myfaktisch genügt!
- Förderung von traditioneller Volkskunst und Klassik in Musik und Theater
Ein Beispiel in positiver aber auch zunehmend negativer Sicht ist das Festspielhaus in Oberammergau:
+ Hervorragend historische Theateraufführungen (Passionsspiele, Die Pest, Wilhelm Tell, etc.)
+ Zunehmend klassische Opernwerke. Höhepunkt Nabucco!
- Mit dem Heimatsound-Festival beginnt leider der Abstieg in eine Verballhornung traditioneller Volksmusik.
👍👎 myfaktisch
Kultur im engeren Sinne der darstellenden Kunst verkommt insbesondere in Theater und Musik immer mehr zum Spielball narzisstischer Autoren, Künstler und Intendanten. Sie "verhunzen" dabei nicht nur die Werke alter Klassiker sondern nötigen die Politik mit ihrem überzogenen Ehrgeiz auch zu immer teureren und bombastischen Bauwerken für Konzertsäle und Kultureinrichtungen (Beispiel: Elbphilharmonie in Hamburg oder "Schneewittchensarg" in München).
Sie agieren dabei immer mehr nach dem Märchenvorbild "Des Kaisers neue Kleider", wonach jedermann, welcher ihre narzisstische Kunst nicht versteht ein dummer Narr ist. Sie beziehen dabei selbst ihre ebenso "höfisch narzisstischen" Kunstkritiker in den Medien mit ein, welche weitgehend euphorisiert applaudierend ihren "Kaisern" blindlings folgen. Es ist daher überfällig, dass in weiten Teilen der Kunst die "normale Bevölkerung" ausruft :
"Diese Kaiser haben ja gar nichts an!"
Opernkritik
von Monaco Franze
© Helmut Dietl

