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Markus Söder - der deutsche "Donald Trump"

In jeder Gesellschaftsschicht gibt es gescheite, kluge, vorausschauende, umweltbewusste, integre, ehrliche, bescheidene, fürsorgliche, demutsvolle oder gar religiöse Menschen. Man bezeichnet sie üblicherweise als die Guten, die Aufgeklärten und neuerdings ggf. abwertend formuliert auch als die Woken.

Neben vielen Zwischencharakteren gibt es auch das exakte Gegenteil davon.

Diese bezeichnet man üblicherweise als Blöde, Dummköpfe, Angeber, Arrogante, Aggressive, Blender, Showmenschen, Narzissten, Schreihälse, Egomane, Dampfplauderer, Absahner, Proleten, Pöbel, Primitive, Deppen - kurz den Abschaum oder gar die Bösen der Gesellschaft.

Wichtig dabei ist die Eingangsfeststellung in jeder Gesellschaftsschicht. Die oben genannten Charaktere findet man daher sowohl bei den Superreichen, Mächtigen und sog. Eliten der sog. Oberschicht, als auch bei den sog. Underdogs bzw. in der sog. Unterschicht. Ein treffendes Sprichwort hierzu lautet: "Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz".

Aber was haben wir Bayern verbrochen, dass wir von Markus Söder "regiert" werden?

Ich durfte als Volksschüler noch dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel persönlich die Hand drücken, als unsere Schulklasse -  in Begleitung unseres Landrats Franz Sackmann - von ihm in der Staatskanzlei in der Münchner Prinzregentenstraße empfangen wurde. Rückblickend war dies mit großer Wahrscheinlichkeit das initiale Ereignis, ab dem ich mich bereits mit Politik und vor allem mit den darin wirkenden Personen beschäftigte.
Bürgermeister, Stadträte, Landrat, Landtagsabgeordnete, Minister und Ministerpräsidenten waren für mich zunehmend "interessante" Persönlichkeiten. In der damaligen Zeit und vor allem in meiner Oberpfälzer Heimatstadt waren sie allesamt Mitglieder der CSU. Als wir dann den ersten Fernseher bekamen, wusste ich auch bald wer Konrad Adenauer war. Alfons Goppel war für mich zeitlebens tatsächlich eine Vaterfigur, als der er auch heute noch zurecht als "Landesvater" in Erinnerung geblieben ist. Meine Erinnerung an ihn und die damalige wahrhaft christliche CSU hat für mich heute noch einen hohen Stellenwert.

Dass ich später über 30 Jahre in der SPD aktiv war und Willy Brandt mein großes Vorbild wurde, ist eine andere Geschichte. Von den lebenden Politikern sind aus meiner politischen Sozialisierung heute nur noch Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht als die wahren Erben von Willy Brandt übrig geblieben.

Der "Verrat" der ehemals christlichen und seriösen CSU begann mit Franz Josef Strauß

Franz Josef Strauß (9,9 Jahre bayer. Ministerpräsident) → Max Streibl (4,6 J.) → Edmund Stoiber (14,3 J.) → Günther Beckstein (1,1 J.) → Horst Seehofer (9,4 J.) → Markus Söder (seit 8,2 J.) heißt die unselige Kette der Nachfolger von Alfons Goppel, dem letzten christlichen und seriösen bayerischen Ministerpräsidenten.

Nimmt man den einzigen nicht mit "S" beginnenden Namen Beckstein etwas aus, so haben alle anderen das gnadenlose Polemisieren, politische Tricksen und Verteufeln der Opposition von Franz Josef Strauß übernommen und auf ihre Weise weiter verfeinert und gesteigert.

Und mit Markus Söder hat dieser moralische Niedergang der CSU seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Bei ihm kommt vor allem noch eine nicht für mögliche gehaltene Primitivität in der populistischen Anbiederung an den untersten ■ Pöbel der Gesellschaft hinzu. Öffentlich zelebriertes Bratwurst- und Döneressen, Biertrinken sowie eine eiserne Verteidigung des stinkenden (Verbrennermotor) und rasenden Autofahrers (kein Tempolimit) garantieren beim Pöbel nach wie vor üppige Wählerstimmen.