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Gerechtismus vor Kapitalismus und Kommunismus

Die Menschheit hat in ihrer Geschichte schon viele unterschiedliche Gesellschaftsepochen (Soziologie) durchlebt. Viele charakteristische Bezeichnungen entstanden hierzu - z.B. Sklavengesellschaft, Feudalismus, Aristokratismus, Faschismus, Marxismus, Kommunismus, Sozialismus, Liberalismus, Nationalismus, Kapitalismus, Islamismus.

Diese Epochen brachten für die Menschen sowohl hohe kulturelle Entwicklungsschritte als auch höchste menschliche Erniedrigungen und Grausamkeiten. All diese Soziologien/Ideologien existieren weltweit auch heute noch in großem und kleinem Umfang. In unserer westlichen, industrialisierten Welt wetteiferten bis zuletzt vor allem der Kapitalismus unter der Führung der USA und der Kommunismus unter der Führung der UdSSR.

Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus in der UdSSR zum Ende des 20ten Jahrhunderts gilt daher insbesondere im Westen der Kapitalismus US-amerikanischer Prägung als die überlegene Gesellschaftsform. Ist sie das wirklich, nur weil der Kommunismus gescheitert ist?
Meine Antwort hierzu ist ein eindeutiges NEIN, da auch der Kapitalismus an der selben Ursache wie der Kommunismus scheitern wird:
Am überzogenen Materialismus und Egoismus des Menschen, verbunden mit der Abwendung von einer Glaubensethik in Form einer Religion. Kommunismus und Kapitalismus wachsen daher für mich "auf dem gleichen Holz" - dem Atheismus.

Von Papst Franziskus stammt der Satz "Diese Wirtschaft tötet!". Er hätte auch sagen können "Dieser Kapitalismus tötet!"
Dabei ist unbestritten, dass der Kapitalismus seine tieferen Wurzeln vor allem im Christentum hat, da dort die Würde des einzelnen Menschen im Vordergrund der Betrachtung steht. Der daraus historisch abgeleitete Egoismus des Menschen steht jedoch in diametralem Widerspruch zum sozialen und gemeinschaftsstiftenden Leben und Wirken von Jesus Christus und entspringt daher einzig und allein der Schwäche des sündigen Menschen. Man könnte auch sagen: Der "Teufel" ist im Leben des Menschen weitaus bequemer und erfolgreicher als der demütige und uneigennützige "Engel".

Ich versuche daher, meine nicht einfach durchzuhaltende Weltanschauung eines "Christlichen Kommunisten (vulgo: Herz-Jesu-Sozialist)" auch zu leben. Auf meiner Homepage finden Sie hierzu jedenfalls viele u. U. für viele Menschen widersprüchliche Anzeichen. ■ Christlicher Kommunismus

Mich beschäftigt daher sehr stark die Gerechtigkeit innerhalb der Gesellschaft. Ein Schlüssel dazu ist die volkswirtschaftliche Vermögensverteilung, da davon in unserer aufgeklärten, demokratischen Gesellschaft alle Chancen für eine gleichberechtigte, gedeihliche Entwicklung des Einzelnen sowie der gesamten Gesellschaft verbunden sind.

"Jeder ist selbst seines Glückes Schmied" kann zwar als generelle Maxime gelten, dennoch wird das Lebensglück oder -pech des Einzelnen auch sehr stark von ideologischen, politischen und wirtschaftlichen Interessen und Machtverhältnissen seiner Umgebung beeinflusst.

Die beiden wesentlichen Pole dieser Verhältnisse bilden hauptsächlich der Kapitalismus und der Kommunismus. Aufgrund leidvoller Erfahrung aus beiden Extremen möchte ich hier hauptsächlich für den goldenen Mittelweg, den von mir so genannten Gerechtismus plädieren.

Die nebenstehende Grafik soll sowohl die entsprechende Vermögensverteilung zwischen der reichen Oberschicht, der Mittelschicht und der armen Unterschicht innerhalb der Ideologien als auch die notwendige politische Ampelschaltung (rot, gelb, grün) zu den drei Ideologien versinnbildlichen.

In der Soziologie kommt der von mir propagierte Gerechtismus am ehesten dem Kommunitarismus nahe.
Kommunitarismus Die politischen Parteien